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Was soll man kaufen?
Wählen Sie ein flaches, stabiles Bett. Kopf- und Fußenden lassen sich meist in der Höhe verstellen, die Luftzufuhr von
unten sollte gewährleistet sein. Federkernmatratzen sind aufgrund ihrer Bauart nicht immer geeignet,
den Verstellmöglichkeiten des Lattenrostes zu folgen.
Früher ging man davon aus, dass harte Matratzen am besten gegen Rückenbeschwerden vorbeugen.
Die Auffassung:
"Je härter, desto besser" ist überholt.
Die Matratze sollte sich punktuell an die Wirbelsäule anpassen. Beim klassischen Federkern geschieht
das flächig, die Latexmatratze gibt punktuell dem Druck nach, ebenso hochwertig verarbeiteter
Schaumstoff.
Ein kaltes oder hartes Bett zwingt den Körper ständig zu Haltungswechseln.
Ein zu weiches Bett fixiert dagegen, weil für das Umdrehen zuviel Kraft verwendet werden muss
Allgemein gilt:
Große und schwere Menschen sollten sich auf eine härtere bis harte Matratze betten.
Die weichen Modelle sind eher was für zarter gebaute Menschen.
Je individueller Ihr Bettsystem an Ihren Körper angepasst wird um so besser ist der Abstützungs- und
Erholungseffekt des Körpers in der Nacht
Beim Probeliegen erfahren Sie am besten die Liegeeigenschaften, da auch das subjektive Liegeverhalten
eine entscheidende Rolle spielt
Die Matratzentypen
1
Taschenfederkern (Federkern de Luxe): Stahlfedern, die einzeln in ein Stoffsäckchen eingenäht und
über diese Tasche mit den anderen Federn verbunden sind. Stärkere Isolation sorgt für mehr
Bettwärme. Neigt mitunter zu stärkerem Nachschwingen, wobei der Schwingeffekt von vielen Benutzern
auch als angenehm empfunden wird. Bei den anderen MAtratzentypen fehlt dieser Effekt. Eine
Taschenfederkernmatratze überzeugt im Vergleich zur reinen Federkernmatratze durch einen
wesentlich besseren Liegekomfort, dank einer
großen Anzahl von einzelnen Federkernen (480 Stück), die in hochwertigen, luftigen
Baumwolltaschen einzeln eingenäht sind. Durch die Verklammerung der einzelnen Federn wird eine
gute Punktelastizität und Körperanpassung erreicht.
Für die Lebensdauer der Matratze ist es wichtig, dass ein hochwertiger Draht, mit einer
überdurchschnittlichen Zugfestigkeit verwendet wurde, vor allem auch, wenn die Matratze auf
verstellbaren Lattenrosten eingesetzt werden soll. Ein verstellbarer Lattenrost ist kein
MUSS, wenn sich der Käufer für eine Taschenfederkernmatratze entscheidet, da dieser Matratzentyp
nicht zwangsläufig eine derartige federnde Unterlage benötigt. Die Matratzenbezüge müssen in Ihrer
Qualität dem hochwertigen Unterbau angepasst sein.
2
Latex: braucht (im Gegensatz zur Taschenfederkernmatratze) eine federnde Unterlage. Durch die
Biegsamkeit besonders für Lattenroste mit variablem Kopfteil geeignet. Meist aus synthetischem
Latex (aus Erdöl), teilweise mit Naturlatexanteilen (aus Saft des Gummibaums) gefertigt.
Manchmal als unerwartet fest empfunden. Allergische Reaktionen sind nur von Naturlatex bekannt. Wahre Latexmatratzen müssen auch nach Jahren ihren anfänglichen Nutzen noch gerecht werden, als da sind hohe dauerhafte Flexibilität und Punktelastizität. Dies wird erreicht durch eine ebenfalls hohes Raumgewicht im Zusammenwirken mit einer abgestimmten Stauchhärte, ausgefeilte Be- und Entlüftungssysteme sorgen für eine gute feuchtenregulierende Atmungsaktivität.
Mehrzonensysteme erhöhen den Anpassungskomfort, da diese sowohl eine Entlastung des Schulterbereichs,
als auch eine Unterstützung im Beckenbereich gewährleisten.
Abnehmbare Bezüge erleichtern die Pflege und damit die Langlebigkeit des Produktes
3
Schaumstoff: Synthetische Kunststoffe (heute ohne FCKW hergestellte Kaltschäume) sind
Grundstoff dieser Matratzen. Braucht (im Gegensatz zur Taschenfederkern-matratze) federnde
Unterlage und ist leicht biegbar (Eigenschaften siehe Latex). Zeigt in Wärmeisolation und
Feuchtedurchgang heute keine Nachteile mehr. Die Matratzen mit einem Schaumkern von guten
Herstellern haben mit denen der Vergangenheit z. B. schnelles Einliegen nichts mehr gemeinsam.
Schaummatratzen sind überwiegend FCKW-frei aufgeschäumt. Diese Matratzen bestehen zu einem sehr
hohen Prozentsatz aus Luft und sind durch ihre vielen Luftkanäle sehr atmungsaktiv und regulieren
in hohem Maße die Körperfeuchtigkeit. Durch das hohe Raumgewicht, -menge des Materials pro ccm, von
mindestens 40 Gramm/ccm ist sowohl die erwartete Lebensdauer und die notwendige Körperunterstützung
gewährleistet, mit dem großen Vorteil eines federleichten Gewichts im Vergleich zu den anderen
Materialen.
In vielen Angeboten ist das Raumgewicht wesentlich höher, welches die Nutzungsqualität natürlich
deutlich verbessert.
Schaumstoff ist außerdem staub- und bakterienfrei - also eine sehr gute Alternative für Allergiker.
4
Viskoelastischer Schaumstoff: wie z.B. „Tempur“ Matratzen bewirken eine gute
Druckverteilung, allerdings ist damit ein Nachteil verbunden, nämlich, dass
der Polyurethan-Schaumstoff durch seine Nachgiebigkeit relativ starre Liegemulden erzeugt,
welche sich erst einige Sekunden nach der Entlastung zurückbilden, wodurch der
Schlafende daran gehindert wird, sich genügend zu bewegen. Ein Maß dafür, ob die
Bewegungsfreiheit behindert werden kann ist die Kontaktfläche des Körpers mit der Matratze.
Ist sie groß, muss der Mensch einen größeren Widerstand überwinden, wenn er sich umdrehen will. Dies ist vor allem bei weichen Matratzen wie auch bei viskoelastischen Schaumstoffen der Fall. Verstärkt wird dieses Phänomen wenn schwere Personen sich für eine viskoelastische Schaumstoffmatratze entscheiden. Bewegung ist aber auch wichtig für die nächtliche Erholung von Wirbelsäule und Bandscheibe.
5
Federkern: Bewährter Matratzentyp mit Stahlfedern und zusätzlicher Polsterung. Oft billiger
als andere Systeme. Braucht auch kein teures Unterbett — starrer Rost oder Holzfläche mit
(etwa fünfmarkstückgroßen) Luftlöchern genügt. Geben eher großflächig als punktelastisch nach, was
viele Schläfer bevorzugen. Das Nachschwingverhalten wurde wesentlich verbessert, reicht aber oft
nicht ganz an die guten Werte anderer Matratzentypen heran. Bei dieser Warengruppe gibt es die
gravierendsten Preisunterschiede. Als Kunde sollten Sie auf einige Faktoren achten, um einen
reellen Preisvergleich durchführen zu können. Die Bonellfederkernmatratze sollte über 340 Federn,
mit einer Drahtstärke von mindestens 1,5 mm Durchmesser verfügen. Der Federdraht sollte hochwertig
vergütet sein, mit hoher Zugfestigkeit.
FAZIT:
Ihr wahres Gesicht entpuppen Matratzen leider erst nach mehreren Jahren. Deshalb ist ihr Kauf so
schwierig. Ob sie formbeständig und anpassungsfähig bleiben, kann nicht von außen beurteilt werden,
und der Preis ist für die Qualität nicht entscheidend.
Das „richtige“ Liegen ist unter vielen Fachleute ein großer Zankapfel. Im Bett sollen Sie sich
wohlfühlen, und das kann individuell ganz verschieden aussehen. Solange Sie keine Rückenbeschwerden
haben, gibt es daher auch keine Schlafregel. Meist sind solche Regeln auch sinnlos. Wir können
bestenfalls unsere Einschlafstellung trainieren. Während des Schlafens ändern wir aber unsere
Stellungen viele Male, ohne es beeinflussen zu können. Diesen wichtigen Bewegungsraum sichern Sie
sich am besten in einem großen Bett.
Der Lattenrost kann im Laden auf Ihre individuellen Körperbedürfnisse eingestellt werden,
je nachdem, an welcher Stelle Ihre Wirbelsäule mehr Unterstützung braucht. Abgesehen vom Gestell
müssen Sie für einen guten Lattenrost und eine gute Matratze mindestens je Euro 500,-- rechnen.
Ein Matratzentest der "Stiftung Warentest" ergab: Die Liegeeigenschaften sind am Anfang bei teuren
und preiswerten Angeboten gleich gut. Allerdings liegen sich die billigeren Matratzen schneller durch.
Die Oberfläche von Wasserbetten gibt überall nach und ist abwaschbar, was besonders für Allergiker
von Interesse ist. Doch auch hier entscheidet das persönliche Liegeempfinden.
Wer viel Zeit im Bett zubringt, sollte über verstellbare Fuß- und Kopfteile nachdenken und über
diese Eigenschaften verfügt das Wasserbett technisch bedingt nicht. Es gibt trotz einer verschworenen Gruppe von Wasserbettanhänger keine Hinweise für eine objektive
Überlegenheit von Wasserkammermatratzen, es kann passieren, dass der Körper an den schweren Stellen,
nämlich in der Mitte des Bettes zu tief einsinkt. Darüber hinaus ist bei einem Wasserbettsystem
zu berücksichtigen, dass es permanent geheizt und in regelmäßigen Abständen Wasser und
Entkeimungsmittel nachgefüllt werden muss. Also insgesamt erwarten den Käufer von Wasserbetten
somit laufende Folgekosten. Trotz diesen Umständen gibt es Patientinnen und Patienten, die angeben
nie so gut und so schmerzfrei gelegen zu haben wie auf Wasserbetten.
Eine Matratze mit qualitativ hochwertigem Aufbau und hochwertigeren Materialien kann bis zu 27 kg
wiegen. Bei leichteren Matratzen wird oft an der Materialmenge gespart, so Stiftung Warentest.
-Schaum- und Latexmatratzen benötigen einen flexiblen, der Matratze
angepassten Lattenrost, als Unterbau. Latex und Schaumstoffmatratzen stellen sich als
praktisch gleichwertig heraus (siehe auch Stiftung Warentest Urteile).
- Federkernmatratzen oder noch besser Taschenfederkernmatratzen brauchen kein teures
Unterbett
- Viskoelastische Schaumstoff-Matratze (z.B.Tempur) verteilen zwar schön den Druck, schränken
aber die natürliche nächtliche Bewegungsfreiheit ein. Es wird diskutiert, daß Bewegungen im Schlaf
wichtig sind, damit sich Wirbelsäule und
Bandscheiben erholen können. Dieser Matratzentyp ist für allem für sehr schlanke Personen geeignet
die wenig Körperpolster haben, weil die viskoelastischen Schaumstoffe hier ideal den Druckverteilen.
Natürlich besteht ein: enger Zusammenhang zwischen Haltbarkeit und Körperunterstützung.
In den letzten Jahren gerieten gelegentlich die gängigen Federkernmatratzen in das Kreuzfeuer der
Kritik.Umstritten sind die Eisenbestandteile (Metallspiralen), weil sie angeblich den Körper durch
Strahlung negativ beeinflussen. Es gibt aber keinen eindeutigen Beweis für diese Theorie.
Wenn Sie sich für die pure Natur, ohne Metall und ohne Schaumstoff entscheiden, können Sie zwischen
Baumwoll-, Kokosfaser-, Rosshaar- oder Strohkernmatratzen wählen.
„Alternative“ Matratzen sind meist hart, ihre körperunterstützen¬den Eigenschaften jedoch
unterschiedlich. Vor allem Rosshaarmatratzen bilden im Dauergebrauch relativ schnell Kuhlen und
Mulden. Die Anpassungsfähigkeit des Materials an den Körper geht damit verloren. Die Matratzen
müssen häufig gewendet und schließlich ausgewechselt werden. Die dichtgepressten Füllungen in
reinen Naturmatratzen können außerdem den Feuchtigkeitsdurchgang behindern. Der Schweiß wird von
den Naturfasern zwar meist aufgenommen, aber nicht mehr weitergegeben. Bei Naturmatratzen muss man
eher als bei anderen Materialien mit Schimmelbefall rechnen, vor allem bei mangelnder Belüftung
von unten. Worin liegen die sonstigen Unterschiede? In Naturmatratzen fehlt jegliches Metall,
ob das Metall nun negative Einflüsse auf den Körper hat oder nicht ist wissenschaftlich bisher
nicht nachgewiesen worden. Ebenso sind Naturmatratzen oft frei von Synthetiks. Ein gewisses
Allergie-Risiko besteht allerdings wie bei vielen Naturstoffen. Ebenfalls lösen Schimmelsporen
überdurchschnittlich Allergien
aus
Die Milbenbelastung:
Milben ernähren sich von den Hautschuppen des Menschen und kommen daher in jedem Haushalt vor.
Empfindlich reagiert der Mensch auf ihren Kot, er enthält Allergie auslösende Eiweißpartikel.
Milben und Milbenkot sammeln sich daher dort, wo viele Hautschuppen vorhanden sind – vorzugsweise
im Bett und auf dem Sofa.
Besonders wohl fühlen sich Milben bei Wärme und Feuchtigkeit, daher ist regelmäßiges auslüften
wichtig. Aus diesem Grund muss die Luftzufuhr von unten gewährleistet sein, ggf. können zusätzlich
milbendichte und waschbare Matratzenbezüge (Encasings) verwendet werden. Hierbei handelt es sich um
dicht gewebte Textilbezüge, welche je nach Qualität guten Schutz vor Milbenallergenen gewährleisten. außerdem sollte die Matratze 4 mal im Jahr gewendet werden mit dem Ziel einer gleichmäßigeren Abnutzung
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Dr. Uwe Heldmaier Tübingen |
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